Geschichte

Tennisähnliche Spiele werden bereits im alten Ägypten und im antiken Griechenland ausgetragen.

Der Begriff Tennis hat den Namen von einem Vorgängerspiel. Damals musste muss man den Ball direkt aus dem Flug oder nach maximal nach einem Aufspringen auffangen. Die Spieler rufen sich gegenseitig "tenez" zu, was in Deutsch soviel heisst wie "haltet, fangt". Daraus wird der Begriff "Tennis" abgeleitet.

Im 15. Jahrhundert wird das "Jeu de Paume" (franz., "Spiel mit der Handfläche") gespielt, der das französische Vorläufer des heutigen Tennisspieles gilt. Dieses Spiel wird in Klosterhöfen gespielt, zu einem späteren Zeitpunkt dann auch auf rechteckigen Feldern in den dazu errichteten Ballspielhäusern. Die Angabe wird auf der Seite gemacht, wobei der Ball über das Netz gegen eine Wand gespielt wird, welche entlang dem Feld verläuft. Linien unterteilen das Feld auf beiden Netzseiten in vier 15 Zoll (ca. 40cm) breite, parallel verlaufende Streifen.
Ebenfalls wird in diesem Jahrhundert der saitenbespannte Schläger ("Racket") erfunden.

1858 ist ein wichtiges und prägendes Jahr für den Tennissport: zwei Engländer (Major T.H. Gem und J.B. Perera Edgbaston) errichten einen Tennisplatz aus Gras (in Birmingham) und der Gummiball sowie der Rasenmäher werden erfunden.

Im Jahre 1874 lässt der Major Walter Clopton Winfield seine Art von Tennis, genannt "Spharistike" (griechisch: Ball), patentieren und stellt die Regeln dafür auf.
In demselben Jahr verbreitet sich "Lawn-Tennis" (Rasentennis) in den USA.

Im Juli 1877 finden die ersten "All-England Championships" in Wimbledon (London) statt. Die 1880 herausgegebenen Regeln (von Julian Marshall, Autor diverser Tennislehrbücher, in Absprache mit dem englischen Tennisverband) sind bis heute gültig.

1900 ist das Geburtsjahr der heutigen inoffiziellen WM der Herren (der "Davis Cup"). Der 21jährige Student Dwigth Davis stiftet die Trophäe dazu.

In Paris wird 1913 der Weltverband des Tennis gegründet (FILT, heute unter dem Namen International Tennis Federation, ITF).

Zu Beginn der 30er Jahre wird das Profitennis eingeführt, was die Folge nach sich bringt, dass an den grösseren Turnieren nicht mehr alle Spieler spielen dürfen. Diese Situation dauert bis 1968 an, als die offenen Turniere eingeführt werden. Dies war auch die Zeit der Entstehung der heutigen grossen Tournaments wie das French Open oder das US Open.

1988 in Seoul findet das Tennis wieder Aufnahme im Olympischen Spielen (bei dem die besten Profis teilnehmen), nachdem es bereits schon einmal in das olympische Programm aufgenommen und wieder gestrichen wurde (nach 1924) und zwischenzeitlich olympische Demonstrations-Sportart war (1968 und 1984).