Geschichte

Heutzutage ist das Baden und Schwimmen in unserer Gesellschaft etwas Selbstverständliches und nicht mehr wegzudenken. Man kann mit dem Erlernen des Schwimmens gar nicht früh genug anfangen – und wer es einmal erlernt hat, der verlernt es eigentlich nie mehr.
Und es dürfte wohl aufgrund der praktischen Schwerelosigkeit im Wasser keine bessere und gesündere sportliche Betätigung geben, um bis in hohe Alter fit zu bleiben.
Da das Schwimmen zum Lebewesen Mensch gehört, ist es schwer zu sagen wann genau der Mensch diese Fähigkeit erlernte. Jedoch war das Schwimmen sicherlich überall wo der Mensch am Wasser lebte sehr wichtig, wenn nicht sogar lebensnotwendig. Deshalb ist anzunehmen, dass die Geschichte des Schwimmens ebenso alt ist wie die Menschheit.

In der Libyschen Wüste, einem Teil der Sahara (in einer Höhle des Gilf Kebir), wurden wohl die ältesten Hinweise des Schwimmens entdeckt – ausgerechnet an einem Ort, an dem heute nur noch heisser Sand existiert. Dort wurden ca. 8000 Jahre alte Felsmalereien gesichtet, welche kurz nach Ende der letzten Eiszeit durch unsere Vorfahren entstanden. Darauf sind Schwimmer ersichtlich, welche einen Gleichschlag ausführen (eine Art Brustschwimmen).

Die Menschen waren schon in der Steinzeit gute Schwimmer, wovon die Forscher überzeugt sind. Denn dadurch konnte man sich einen Vorteil schaffen – sei es um Hindernisse zu überwinden, bei der Jagd oder um sich vor Feinden zu retten. Das Schwimmen ist auch heute noch bei den meisten Völkern auf sämtlichen Kontinenten verbreitet.
Jedoch wurde das Schwimmen im Verlaufe der letzten Jahrhunderte von diversen Kulturen oftmals immer wieder neu entdeckt und gerieten dann wieder in Vergessenheit.

Heutzutage erlernt fast jedes Kind (ca. seit den 60er Jahren) spätestens in der Schule das Schwimmen, da es bei den meisten Schulen zum Pflichtprogramm im Sportunterricht gehört. In vielen Orten in der Schweiz gibt es öffentliche Schwimm- sowie auch Hallenbäder.
Schwimmen ist ein fester Bestandteil unserer Bewegungskultur geworden, obwohl die Zahl deren, welche das Schwimmen erlernen, mittlerweile bereits wieder rückläufig ist.

Da für viele u.a. das reine „Hin- und Herschwimmen“ zu wenig Spass bereitete und zu langweilig ist wurden neue Bewegungsformen im Wasser erfunden, wie z.B. Aquajogging oder Aqua-Fitness. Damit will man die gesunde sportliche Betätigung im Wasser mit einem hohen Spassfaktor kombinieren. Viele Schimmbäder bieten solche Kurse in Ihren Kursprogrammen an.

Jedoch bleibt der/die leidenschaftliche SchwimmerIn bei dem klassischen Schwimmen – denn er oder sie wird nicht auf die gleichmässige Bewegung, das Vorwärtskommen und die Kombination von Gleiten und Bewegen in den verschiedensten Gewässern verzichten können.