Geschichte

Die Geschichte von Laufsportveranstaltungen geht zurück bis ins antike Griechenland. Schriftlich festgehalten ist der Laufsport bereits in den Erzählungen / Geschichten Ilias und Odyssee von Homer, dem ersten namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike.
Bilder auf Vasen belegen, dass schon in dieser Zeit ein ähnlicher Laufstil angewendet wurde wie heute. Bei längeren Strecken lief man ähnlich wie heutzutage, nur zu den Sprints über kurze Distanzen wurde weit mit den Armen ausgeholt (wahrscheinlich um den Schwung zu erhöhen).

Schon in dieser Zeit (Antike) gab es verschiedene Formen von Laufwettkämpfen. Nachfolgend sind die am ehesten mit heute vergleichbaren Disziplinen aufgelistet:

Stadionlauf
Die Distanz betrug jeweils eine Stadionlänge des jeweiligen Austragungsortes. Deshalb variierten die Längen zwischen 167m (Austragungsstätte in Delos) und 192,24m (Olympia).

Dolichos
Dieser Langstreckenlauf ging über eine Distanz von 7 bis 24 Stadionlängen. In Olympia beispielsweise ging das Dolichios-Rennen über 20 Stadionlängen, was einer Distanz von 3.84km entspricht.

Dromos hippios ("Pferdelauf")
Diese Disziplin ging über vier Stadionlänge, was in etwa der Länge einer Pferderennbahn entspricht. „Dromos hippios“ war zwar nie im Programm der olympischen Spiele, jedoch bei den beiden bedeutenden Sportfesten in Nemea und Korinth.

Waffenlauf
Bei dieser Laufvariante wurde der gesamte Lauf normalerweise in voller Kriegsausrüstung absolviert. Bei Ausnahmen jedoch mindestens mit Schild und Helm.

Obwohl man es vom Namen her meinen könnte, die Marathon-Disziplin gab es jedoch noch nicht in der Antike (Marathon, eine griechische Stadt). Der Marathonlauf wurde erst bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit 1896 eingeführt.